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Wettkampfsysteme im Ju-Jutsu

Die bereits erwähnte Vielseitigkeit, die das Ju-Jutsu dem Sportler bietet, macht ein ebenso vielseitiges Wettkampfangebot notwendig. Die verschiedenen Wettkampfsysteme kommen durch unterschiedliche Schwerpunktsetzung den individuellen Interessen unserer Sportler nach.
Im (DJJV) wird zwischen verschiedenen Wettkampfsystemen unterschieden. 

Duo-System

Beim Duo-System wird in Paaren gekämpft. Ein Team tritt gegen ein Anderes an. Dabei wird allerdings nicht gegen den Gegner gekämpft, sondern zusammen mit seinem Partner. Es werden selbstgewählte Abwehrtechniken zu festgelegten Angriffen demonstriert und von einer Jury mit Punkten bewertet. Das andere Zweierteam zeigt zu den gleichen Angriffen ihre Kombinationen, welche ebenfalls benotet werden. Das Team mit der höheren Punktzahl gewinnt. 
Die Angriffe gliedern sich in vier Kategorien mit jeweils fünf Angriffen, wobei in einem Kampf jeweils pro Serie nur drei Kombinationen vorgeführt werden müssen. 
Serie A: Kontaktangriffe
Serie B: Umklammerungen
Serie C: Schläge und Tritte
Serie D: Hieb- und Stichwaffen
Folgende Kriterien werden durch die Jury bewertet: technische Korrektheit der Kombinationen, Effizienz der Abwehr, Geschwindigkeit, Haltung und Kontrolle des Verteidigers über den Angreifer.

Fighting-System

Im Fighting-System treten jeweils zwei Sportler gegeneinander an. Der Kampf wird nach einem strengen Regelwerk ausgetragen. Der Sieger ist der Sportler, welcher mehr Punkte erreicht hat. Die Punktwertung für jede erfolgreiche Kampfhandlung wird durch drei Kampfrichter auf der Matte vergeben. Dabei ist kein Vollkontakt wie z.B. beim Thaiboxen möglich, sondern es wird im Halbkontakt gekämpft. Das bedeutet, die Schläge und Tritte werden kurz vor dem Treffer abgebremst, sodass sie den Gegner nur berühren, anstatt ihn hart zu treffen.
Ein Kampf wird in drei Teilabschnitte unterteilt, wobei der Übergang zwischen den einzelnen Abschnitten fließend ist. 
Part 1: Schlag-, Stoß- und Trittechniken
Part 2: Wurftechniken, zu Boden bringen, Hebel- und Würgetechniken
Part 3: Bodentechniken, Hebel- und Würgetechniken 
Sobald Part 2 begonnen hat, ist das Anbringen von Schlägen oder Tritten verboten. 
Ein Kampf dauert drei Minuten, kann jedoch frühzeitig durch einen Sportler beendet werden, indem dieser in jedem Part Ippon (Höchstwertung) erreicht oder der Gegner aufgibt/nicht antritt. 

Formenwettkampf

Eine weitere Art des Technikvergleichs ist der "Formenwettkampf". Hier gilt es, die beste Ju-Jutsu-Demonstration zu präsentieren. Die Teams, aus zwei bis fünf Teilnehmern, präsentieren eine selbst erarbeitete Demonstration von drei bis sechs Minuten Dauer. Diese kann mit oder ohne Musik bzw. Lichteffekten stattfinden und soll das Ju-Jutsu optimal präsentieren. 

Wettkampfsystem Ju-Jutsu-Allkampf

Der Ju-Jutsu-Allkampf und sein Regelwerk ist ein Wettkampfsystem, welches sich außerhalb des DJJV bewegt. 
Atemitechniken zum Kopf sind ausschließlich im Leichtkontakt durchzuführen, zum Körper und zu den Beinen ist Vollkontakt erlaubt (Wirkungstreffer). Trefferfläche ist der gesamte Körper (Vorder- und Rückseite). Erlaubt sind im Stand und in der Bodenlage Tritt-, Knie- und Schlagtechniken zum Kopf und Oberkörper sowie zu den Beinen, jedoch sind Kopf- und Ellenbogentechniken nur zur Vorderseite des Oberkörpers und den Beinen zugelassen.
Haltetechniken in der Bodenlage werden nur dann bewertet, wenn der Gegner seinerseits keine gezielten Atemitechniken anbringen kann.
Ein Kampf dauert zweimal zwei Minuten mit einer Minute Pause, kann jedoch auch frühzeitig beendet werden, indem ein Sportler seinen Gegner zur Aufgabe zwingt (z.B. durch Anwendung von Hebel- oder Würgetechniken), durch technische Überlegenheit besiegt (zwölf Punkte Vorsprung) oder durch Auszählen des Gegners gewinnt (KO).
 

Ju - Jutsu bei aespro

IKMF Military Instructor Course

Stefan Thias und Amnon Darsa zeigen eine Technik beim IKMF Military Instructor Course.
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"Das war ein super Lehrgang, an dem ich teilnehmen durfte! Eine einmalige Möglichkeit mit großartigen Leuten zu trainieren, wertvolles Wissen zu erlangen und wichtige Erfahrungen zu machen." - so Stefan Thias im Gespräch.

Interview mit Israel Tamir auf Youtube

Interview mit Israel Tamir
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Zur Erinnerung: IKMF Global Instructor Israel Tamir war bei uns zum dem Seimar mit dem Thema MULTIPLE ATTACKERS am 27.11.'10